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Alava/Araba

Es ist dies die Provinz mit dem größten Reichtum an uralten, nur hier heimischen Pflanzen, allen voran Buchen- und Eichenwälder. Im Norden ist sie regenreich, im Süden etwas trockener. Ausgedehnte Weinfelder erstrecken sich über die Region der sogenannten "Rioja Alavesa".
Im Gegensatz zu den anderen beiden Provinzen erlebte Alava tatsächlich die Kolonisierung durch die Römer. Etliche Brücken bestätigen dies noch heute.
Ihre Hauptstadt Vitoria-Gasteiz wurde gegen Ende des 12. Jhds. von Sancho, dem König von Navarra, gegründet und ist heute die Hauptstadt von Euskadi (Land der Basken). Es ist eine der saubersten Städte Spaniens.
Nach Südwesten hin liegen die Salinas de Añana, ein römischer "Wirtschaftsbetrieb". Bis auf den heutigen Tag wird hier das Salz noch auf die gleiche Weise wie vor Hunderten von Jahren gewonnen. Im Sommer ist der Anblick seiner von weißem Salz umsprühten Terrassen ein unvergessliches Schauspiel.
Auf der anderen Seite der Hauptstadt steht das Heiligtum Santuario de Nuestra Señora de Estibalitz, wo im Mittelalter die "asambleas", die über Alava regierten, zur Beratung zusammentrafen. Am Flussufer des Nervión liegen die lndustriestädtchen Amurrio und Llodio.
Weiter östlich sehen wir die Berge der Sierra de Gorbea und ihre Stauseen, die als Naturparadies viele Besucher anlocken, die hier vielerlei Wassersport betreiben. Von außerordentlicher Schönheit ist auch das Tal Valle de Aramayona.
Zur autonomen Verwaltungsregion Navarra hin liegt die Bergkette der Montes de Vitoria und die Sierra de Entzia. Südwärts führt der Weg in die Region Condado de Treviño, eine Enklave innerhalb der Provinz Alava, die aber zu Burgos gehört.
Über das Bergland der Sierra Cantábrica hinweg erblickt man nun den Balcón de la Rioja. Von hier aus schweift der Blick über die weite Ebene des Ebro-Beckens und fünf Provinzen.

Bizkaia

Unter den drei baskischen Provinzen bietet Bizkaia die schönsten Landschaften. Zwei Regionen fallen besonders ins Auge: der Berg Monte Gorbea (der gleichzeitig zur Provinz Alava gehört), eine felsige Gegend und ein Bergland, wo Hirsch, Wildschwein und Fuchs beheimatet und Raubvögel in großer Anzahl anzutreffen sind. Vor allem Schlangenadler und Geier sind hier zu finden. Außerdem gibt es ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder.
Die zweite außergewöhnliche Landschaft beschert die Ria de Mundaka (auch Ría von Gernika genannt), die dichtbesiedelt ist und eine reichhaltige Meeresfauna birgt.
Für die Botaniker besonders interessant und Iandschaftlich ebenso reizvoll sind die Sierra de Orduña, das Gebiet Duranguesado. Das Bergland der Montes de Barzar und Ochandiano und fast der gesamte Küstenstreifen.
Die Küste beginnt in Ondarroa, dessen Brücke die am meisten fotografierte und gemalte des Baskenlandes sein soll. Landeinwärts befindet sich Markina, wo die besten Wettspiele des typisch baskischen Ballsports "pelota vasca" ausgetragen werden. In der Nähe kann man San Miguel de Arretxinaga besichtigen, eine der bedeutendsten Wallfahrtskapellen.
Die Küste entlang erreicht man Lekeitio, bekannt für seinen wichtigen Fischerhafen und seine herrlichen Strände. Nicht weit entfernt befindet sich das kleine und so eindrucksvolle Dörfchen Elantxobe mit seinen an den Bergen hängenden Häusern.
Überqueren wir die Ría von Mundaka, gelangen wir jetzt nach Bermeo, ein bemerkenswerter Fischereihafen der arrantzales, die früher vom Walfischfang lebten.
Heutzutage sorgen Seehecht und Thunfisch für ihren Lebensunterhalt, und das Fangschiff arrantxale verschwindet langsam. Bermeo erlangte eine so große Bedeutung, dass die Landesherren von Bizkaia eigens in diese Ortschaft reisten, um hier auf ihre "fueros" (Sonderrechte) vereidigt zu werden.
Ganz in der Nähe liegt das sagenumwobene und traditionsreiche Cabo Matxitxako. Daneben einer der schönsten und großartigsten Orte der ganzen Küste: San Juan de Gaztelugatxe.
Anschließend kommt man nach Bakio, Armintxa, seiner Langusten wegen bekannt. Danach zum Kernkraftwerk von Lemóniz. Über Plentzia führt der Weg zur Ría del Nervión, mit der Industriestadt Bilbao im Hintergrund.
Am linken Ufer der Ría haben sich die großen Industrieunternehmen angesiedelt. Am Eingang der Ría befindet sich Portugalete mit seiner berühmten Hängebrücke, die diesen Ort mit Las Arenas verbindet, dessen luxuriöse Villen einmal Wohnsitze der wohlhabenden Großindustriellen waren.
Die kleinen bescheidenen Fischerhäuser des Nachbarortes Algorta bilden einen starken Kontrast zu diesen Prachtbauten.


Gipuzkoa

Der Begriff "Gipuzkoa" ist gleichbedeutend mit San Sebastián-Donostia. Bekannt als Metropole des eleganten Sommerurlaubs strahlt diese Stadt einen besonderen Reiz aus.
Will man sie richtig kennenlernen und ihre Atmosphäre erfassen, sollte man nach Möglichkeit mit der Zahnradbahn bis auf den Berg Monte Igeldo hochfahren und später das muntere Ambiente unten in der Altstadt aufsuchen.
Gipuzkoa ist aber mehr als nur seine Hauptstadt. Nach Frankreich hin liegen Monte Ulía, ein Berg, der als Beobachtungsstation für den Walfischfang diente, woran noch manche Schilder erinnern.
Pasaia mit seiner überraschenden volkstümlichen Architektur, der Berg Monte Jaizkibel, der mit exotischen Nadelbäumen wieder aufgeforstet wurde und vor allem das sumpfige Schwemmland von Txingudi. Heute eine der wenigen "marismas" an dieser Küste.
Der Weg führt bald nach Hondarribia, direkt an der breiten Flussmündung des Bidasoa gelegen. Hier befindet sich die letzte Zufluchtsstätte zum Überleben einiger Fischarten wie Lachs und Seeforelle. Und in direkter Nachbarschaft liegt die schöne Grenzstadt Irún.
In Richtung der Provinz Bizkaia führt die Landstrasse, von Weinfeldern begleitet, durch bezaubernde Ortschaften wie Orio, Zarautz (bekanntes Surfparadies), Getaria, wo man unbedingt die typische Meerbrasse und seinen herben leichten Weißwein txacolí probieren sollte und Zumaia, in dessen Nähe Punta Mendata liegt, das sich durch seine zauberhafte Landschaft auszeichnet.
Im Landesinneren, an der Grenze zu Navarra, befindet sich die höchst wertvolle Naturlandschaft der Peñas de Aia. Außerdem Monte Adarra und die Sierra de Aralar, eine Gebirgsenklave, die bedeutende Tierarten schützt, unter denen der graue Siebenschläfer und der Marder besonders hervorstechen.

San Juan

Nahe am Kap Cabo Machichaco, zwischen Bermeo und Bákio, steht hochaufragend die ehemalige Einsiedelei San Juan de Gaztelugatxe auf einer kleinen Halbinsel. Mit dem Festland ist sie lediglich durch eine steile Steintreppe verbunden, die das Meer schon oft zerstört hat.
Diese Kapelle, die als erstes in Sicht kommt, wenn man vom Meer heimkehrt, ist ein religiös-mythischer Ort für die Fischer, die sogenannten "arrantzales".
Die Glocke der kleinen Kirche warnte früher die Leute auf dem Meer, wenn Sturm im Anzug war und in ihrem Inneren – das von einer Christusstatue überragt wird – wurden zum Dank für die Rettung vor einem Schiffbruch zahlreiche Weihgeschenke angehäuft.
Auf diese Weise verwandelte sich San Juan in einen volkstümlichen und wunderkräftigen Wallfahrtsort. Von den Felsen ringsum erzählt man sich tausend Legenden.
In den Grotten unterhalb der Einsiedelei sperrten die lnquisitoren die der Hexerei Angeklagten ein. San Juan de Gaztelugatxe, das vor allem bei Nebel eine besondere Faszination ausübt, ist einer der schönsten Orte an der baskischen Küste.