Milben und Flöhe – Befall von Hunden und Katzen in Spanien

Sie kennen das sicherlich auch. Ihr Hund oder ihre Katze schreckt hoch, kratzt sich, leckt oder beisst sogar an einer Stelle. In der Regel ist das harmlos. Uns Menschen juckt es auch ab und zu.
Sollte das jedoch regelmäßig sein, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Im folgenden finden sie einige Infos, welche Ursachen ein andauernder Juckreiz haben kann.

Herbstgrasmilben

Oder auch Neotrombicula autumnalis. Sie leben im Erdboden und vermehren sich extrem im Spätsommer und Herbst. Nur die orange-roten Larven befallen die Haustiere. Sie ritzen die oberste Hautschicht und ernähren sich von Hautgewebe. Dabei verursachen sie trockene Krusten und einen starken Juckreiz. Sie befinden sich bevorzugt zwischen den Zehen, in der Ellenbeuge, in der Achsel, Ohrfalte, am Ohrrand, am Bauch und an den Innenschenkelflächen.
Die Herbstgrasmilben sind insoweit gefährlich, als sie auch den Menschen befallen können. Hier verursachen sie einen sehr stark juckenden Hautausschlag. Sie werden allerdings selten durch die Haustiere übertragen, sondern eher durch direkten Kontakt. Die Herbstgrasmilben können durch eine Reihe von Medikamenten beim Menschen wie beim Tier wirksam behandelt werden.

Ohrmilben (Otodectes cynotis)

Dies sind kleine Parasiten, die sich in die Ohren und in die Haut von Katzen und Hunden einnisten und dort vermehren. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen und Körperflüssigkeiten. Da sie sich am liebsten im dunklen, sehr feuchten Gehörgang aufhalten, sind sie hier oft die Ursache für starke Entzündungen.
In seltenen Fällen können sie sich vom Ohr auch auf andere Körperregionen übertragen und auch hier einen stark juckenden Hautausschlag bewirken. Diese Art von Milben sind äußerst ansteckend und müssen nach gründlicher Ohrreinigung durch entsprechende Mittel abgetötet werden.

Katzenräude

Sie entsteht durch die Milbe notoedres cati und befällt die Haut von Katzen. Hier verursacht die kleine Milbe starken Juckreiz und krustige Hauterkrankungen. Meistens sind die Ohren, das Gesicht und der Hals befallen. Diese Milben können sehr schnell auf andere Katzen übertragen werden. Manchmal befallen sie sogar andere Haustiere, in seltenen Fällen auch den Menschen. Nach einer Behandlung mit antiparasitär wirkenden Medikamenten sollten sie vollkommen abgetötet sein.

Demodikose

Diese Krankheit entsteht durch die Demodex- Milbe, die in kleiner Anzahl ein normaler Bewohner der Hautoberfläche ist. Vermehrt sie sich jedoch, verursacht dies schwere Hautkrankheiten. Die befallen Stellen verlieren Haare und es entsteht ein äußerst schmerzhafter Juckreiz. Diese Hauterkrankung kann medikamentös behandelt werden. Sie ist jedoch vererbbar, befallene Tiere sollten deshalb kastriert bzw. sterilisiert werden.

Flöhe

Typisch für Flohbefall ist ein sehr starker Juckreiz, die Tiere kratzen und putzen sich pausenlos. Bei Hunden kommt es zu Haarausfall, Hautverdickungen und Rötungen im Bereich des Rückens, Bauches und Schwanzes. Katzen lecken sich die Haare selbst weg und dann entwickeln sich oft kleine braune Krusten.
Aufgrund des milden Klimas in Spanien besteht die Gefahr eines Flohbefalls fast das ganze Jahr. Behandelt wird der Befall, in dem die Flöhe abgetötet werden und auch die Umgebung der Haustiere von Flöhen befreit wird, so dass der Vermehrungszyklus durchbrochen wird. 

 Stefanie Pilhofer

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