Zehn Milliarden Sofortprogramm

Der IWF , Internationaler Währungsfond und die Großbank BBVA haben angekündigt, dass sich das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 1,8 Prozent reduzieren und sich somit halbieren wird. Das wäre der stärkste Einbruch unter allen Industrieländern.
Das hätte zur Konsequenz, so der IWF, dass die Arbeitslosenquote von derzeit 8,3 auf 10,4 Prozent steigen würde, was Spanien zum einzigen Land in der OECD mit einer zweistelligen Erwerbslosenquote machen würde . Der Arbeitgeberverband rechnet mit einem Anstieg der Erwerbslosen in diesem Jahr bis zu 400.000 Personen. Insgesamt wären dann 3 Mill. Menschen in Spanien erwerbslos.
Verschärfend kommt die hohe Inflationsrate von 4,6 Prozent hinzu. Der höchste Wert seit 1995. Die ersten Branchen, die betroffen sind, sind die Gastronomie, Einzelhandel und Automobilbranche. Auch der Umsatz mit Möbeln ist im ersten Viertel Jahr um 20 % gesunken.
Vor allem mit Blick auf das Ende des Baubooms in Spanien will die neue Regierung zehn Milliarden Euro für ein Soforthilfeprogramm zur Ankurbelung der Wirtscfhaft ausgeben. Das Vorhaben werde noch in dieser Woche vom Kabinett verabschiedet. Das Programm sieht ausserdem Steuersenkungen und Hilfen für den sozialen Wohnungsbau vor.
Zapatero ist sehr bemüht, die Krisenstimmung abzuschwächen. Natürlich handelt es sich um eine globale Krise, deren Umfang niemand wirklich vorhersagen kann. Ab wann die Talfahrt aufhört und ab wann es wieder einmal bergauf geht, ist ebenso wenig vorhersehbar.
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