In der ganzen Gegend gibt es Kunsthandwerker, deren Arbeitsmethoden in der Volkskultur wurzeln und von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Die Töpferei hat ihre eigene Technik und dekorative Muster und Formen arabischen Ursprungs. Die wichtigsten Töpfereizentren sind Aracena, Cortegana und Conil. Die Keramik verbindet muselmanische Tradition mit portugiesischen Einflüssen bei der Produktion sehr unterschiedlicher Objekte: Amphoren, Krüge, Essgeschirr, Wasserkrüge und Figuren, die hauptsächlich blau, grün, und weiß sind. Bekannte Werkstätten gibt es in Aracena, Cortegana, Trigueros und La Palma del Condado.
Das Kunsthandwerk aus Leder ist sehr künstlerisch und hat durch die Nachfrage bei Messen und romerias einen neuen Aufschwung erlebt. Die langschaftigen Stiefel aus Valverde del Camino und die Artikel aus Safianleder von Ubrique sind international berühmt.
Der Waldreichtum schlägt sich in Holzarbeiten nieder. Hervorragend sind die Möbel aus Valverde del Camino sowie kleine Truhen, Schiffsmodelle und Küchenartikel, die in Aroche, Galaroza und Mguer gefertigt werden.
Schmiedeeiserne Objekte werden weiter in Cortegana hergestellt, Kupfer- und Messinggegenstände aber in Valverde del Camino. Flechtwerk ist auch ein aktives Betätigungsfeld: geflochtene Möbel aus Jerez de la Frontera, Körbe aus Rohr von Sanlucar del Guadiana und Olivenzweikörbe aus Galaroza.
Die Stickereien aus Aracena und Bollullos Par del Condado haben einen sehr guten Ruf, aber auch die Spitzentischtücher aus Alonso und Moguer. Die Herstellung von Saiteninstrumenten ist über ganz Andalusien verbreitet, wobei die Guitarre aus Algodonales besonders zu erwähnen sind.
Zigeunertrachten aus Moguer, typische Puppen aus Chicclana, Teppiche in Arcos de la Frontera, Decken und Ponchos in Grazalema sind weitere traditionelle kunstgewerbliche Produkte.