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Spanien im Überblick



Auf einer Fläche von 504.800 qkm, die die Kanarischen Inseln einschließt, nimmt Spanien den Großteil der Iberischen Halbinsel ein. Es wird im Osten und Süden vom Mittelmeer, im Westen von Portugal, im Nordwesten und Norden vom Atlantik sowie im Nordosten von den Pyrenäen, die die natürliche Grenze zu Frankreich bilden, begrenzt.

 

Aufgrund der besonderen geographischen, vor allem topographischen Gegebenheiten sind die klimatischen Verhältnisse innerhalb Spaniens regional sehr unterschiedlich. Während im Norden reichlich Niederschläge fallen und die Winter im nördlichen Landesinneren sehr kalt sein können, zeichnen sich der Süden, die Balearen und die Kanarischen Inseln durch ein mildes bis heißes und trockenes Klima aus.

 

Mit rund 41 Millionen Einwohnern liegt Spanien hinter Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich in der EU bereits an fünfter Stelle knapp vor Polen. Die Bevölkerungsdichte beträgt mit 80 Einwohnern pro qkm ungefähr die Hälfte des europäischen Durchschnitts. Allerdings weist sie innerhalb Spaniens je nach Regionen und Wirtschaftsgebieten starke Unterschiede auf. So sind die Provinzen Madrid, Baskenland, Katalonien und der Verwaltungsbezirk Valencia als Industriezonen mit bis zu 600 Einwohnern pro qkm am dichtesten besiedelt, während sich die trockenen Hochebenen und Bergprovinzen naturgemäß durch eine geringe Bevölkerungsdichte auszeichnen.

 

Etwa ein Viertel der spanischen Bevölkerung lebt in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern. Zu den Ballungszentren gehören der Großraum Madrid mit ungefähr fünf Millionen Einwohnern, der Großraum Barcelona mit fast derselben Einwohnerzahl, Valencia mit ungefähr 800.000 Einwohnern, Sevilla mit knapp 700.000 Einwohnern sowie Zaragoza mit knapp 600.000 Einwohnern.

 

Ein Blick auf die spanische Bevölkerungsstruktur zeigt, dass 14% der Bevölkerung jünger als 25 Jahre und rund 75% zwischen 25 und 64 Jahre alt sind. Im europäischen Vergleich ist die spanische Bevölkerung noch als relativ jung zu bezeichnen allerdings ist die Geburtenrate seit Jahren eine der niedrigsten weltweit. Die starke Einwanderung junger Bevölkerung mit einer höheren Geburtenrate insbesondere aus Südamerika und Nordafrika wirkt dieser Tendenz entgegen. 2003 machten die gemeldeten Ausländer fast 2,7 Mio. aus, was etwa 6,2% der Gesamtbevölkerung entspricht. Summiert man die Dunkelziffer illegaler Einwanderer hinzu, liegt diese Ziffer noch deutlich darüber. Die hohe Zahl der arbeitssuchenden Einwanderer der letzten Jahre hat u.a. auch die Zahl der ausländischen Sozialversicherten auf fast 730.000 im Jahre 2004 verdoppeln lassen und damit dazu beigetragen, dass die Sozialversicherung 2003/2004 einen Überschuss registrieren konnte. 

 

Das spanische Staatsgebiet umfasst 17 selbständige Regionen, die sogenannten Autonomías, die ihrerseits in 50 Provinzen unterteilt sind. Jede Autonomie hat eine eigene Verfassung, in der u.a. die politische Struktur und der Verwaltungsaufbau geregelt wird. Im Baskenland, Katalonien und Galicien ist neben dem Spanischen Baskisch, Katalonisch bzw. Galicisch Amtssprache. Die Koordination der Regionalpolitik mit der nationalen Administration erfolgt durch Delegationen, die in den jeweiligen Autonomien die Zentralregierung vertreten.








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