18 km nordwestlich von Girona kommt man nach Banyoles auf der C-150. Der Hauptanziehungspunkt von Banyoles ist zweifellos der See. Sein Umfang misst 6 km und seine Tiefe 60 m am tiefsten Punkt. Man kann Ruderboote mieten, Schwimmsport, Triathlon, Sportfischerei und Piroguismus betreiben. Bei der Olympiade von 1992 war Banyoles Sitz der Segelwettbewerbe.
Wenn auch der See die Hauptattraktion ist, bietet Banyoles noch andere Sehenswürdigkeiten: das Archäologische Bezirksmuseum, wo das Kinn eines Neandertalers aufbewahrt wird, und rechts davon das Darder-Museum. In Banyoles unterscheidet man zwischen der Vila Vella und der Vila Nova. In ersterer befindet sich die gotische Kirche von Santa María dels Turers aus dem 14. Jhd. und das neuklassische Kloster von Sant Esteve de Banyolas. In der Vila Nova ist ein Arkadenplatz mit alten Gebäuden hervorzuheben.
14 km nördlich von Banyoles kommen wir auf derselben Straße C-150 nach Besalú, der Stadt des katalonischen Mittelalters, was in den meisten ihrer Straßen, wie in der von Tallaferro, zum Ausdruck kommt. Sehenswert sind die romanische Brücke aus dem 12. Jhd., die den Fluviá-Fluss überquert, die Kirchen von Sant Pere und Santa Maria aus dem 10. Jhd. und die jüdischen Ritual-Bäder, die letzten Spuren des Sefarditenviertels aus dem Mittelalter.
Unsere nächste Haltestelle ist Figueres. 25 km nordöstlich von Besalú und wenig mehr als 20 km von der französischen Grenze entfernt, ist die Heimat einer so wichtigen Persönlichkeit wie Salvador Dalí. Das Teatre-Museu Dalí, wo sich das Grab des Künstlers befindet, ist seine Hauptattraktion. Das Theater hat eine netzartige Kuppel und ist mit dem Galatea-Turm erweitert worden, wo der surrealistische Maler starb. Sehenswert sind auch das Empordá-Museum, das Spielzeug-Museum, die Pfarrkirche von Sant Pere und das Burg-Zuchthaus Sant Ferran. Figueres ist die Wiege der Sardana, des katalonischen Volkstanzes, und eine sehr verkehrsgünstige Stadt, da von ihr die Autobahn A-7, die Nationalstrasse N-ll und zahlreiche kleinere und lokale Landstrassen ausgehen.
Theatro-Museo-Dalí
Plaza Gala-Salvador Dalí.
FIGUERES. Tel. 972 5119 76.
Geöffnet: Oktober bis Juni von 10.30 bis 17.75 Uhr;
Montags außer an Feiertagen geschlossen
Juli bis September täglich von 9.00 bis 19.15 Uhr
Museo de 1' Empordä
Archäologische Funde
Rambla, 2. FIGUERES.
Tel. 972502305.
Geöffnet: Dienstag bis Samstag von 11 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage von 11.00 bis 13.3O Uhr
Montag geschlossen.
Museo del Juguete de Cataluña
Katalanisches Spielzeug seit Anfang des Jahrhunderts.
Rambla, 10. FIGUERES.
Tel 972 504585.
Die Stadt Girona: Kathedrale, Judenviertel, Arabische Bäder, Archäologisches Provinzmuseum, Stadtmauern, Kirchen Sant Nicolau und Sant Feliu
Girona hat innerhalb Kataloniens eine bevorzugte Lage. Es kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden: über die Nationalstrasse N-ll oder die Autobahn A-7, wenn man aus anderen Provinzen des Landes kommt, über die Grenzübergänge Le Perthus oder Cerbére in 80 km Entfernung von der Stadt oder auf dem Luftweg über den Flughafen Girona-Costa Brava, der nur 12 km von der Stadt entfernt ist.
Girona ist eine Stadt mit einem feuchten Klima und wird die Stadt der vier Flüsse genannt, weil sie im Tale des Tei an den Mündungen des Güell, des Galligants und des Onyar liegt. Der Grenzfluss der Stadt ist der Onyar: rechts davon ist die Altstadt und links das moderne Girona bis zum Devesa-Park mit über 40 Hektar. In dieser Zone muss man das Mercadal-Viertel als wichtigstes Bankenzentrum hervorheben, wo sich die meisten Firmen angesiedelt haben. Andere bedeutende Punkte im neuen Girona sind das Krankenhaus Santa Catarina aus dem 17. Jhd. und einige modernistische Häuser wie La Farinera Teixidor und das Casa de la Punxa.
Um aus dieser Gegend in die Altstadt zu kommen, muss man den Fluss überqueren, was kein Problem ist, da es zehn Brücken gibt. Besonders sehenswert in der Altstadt ist die Kathedrale, eine architektonische Mischung verschiedener Epochen und Baustile. Der Kreuzgang ist wie der Glockenturm romanisch, er besteht aus vier Halbspitzbogengängen und stammt aus dem 12. Jhd. Die Fassade und der Treppenaufgang sind barock vom Ende des 17. Jhd. Das gotische Schiff ist vermutlich das größte des europäischen Mittelalters. Zu diesen Bauelementen kommen die zahlreichen Kunstwerke im Innern hinzu wie der berühmte Stuhl Karls des Großen, mehrere Grabmäler und dreißig Kapellen. Man kann außerdem von der Kathedrale aus das Kapitularmuseum besuchen mit Werken aus dem 10. und 12. Jahrhundert wie dem Schöpfungswandteppich, einem fantastischen Beispiel romanischer Textilkunst. In der Nähe des Kapitularmuseums befinden sich das Kunstmuseum und das gotische Gebäude Pia Almoina. Von der Kathedrale aus kommt man durch die Straße de la Força zum call oder Judenviertel. Heute besteht es aus Geschäftsstraßen, wo man praktisch alles kaufen kann, doch im Mittelalter war es eines der wichtigsten jüdischen Kulturzentren. Im Mittelpunkt des Viertels liegt das Stadtmuseum, das auf die Geschichte der Stadt Girona spezialisiert ist.
Beim Verlassen des Viertels findet man links die Arabischen Bäder, die aus dem 12. Jhd. stammen. Danach kommen wir zum Archäologischen Provinzmuseum, das romanisch ist und sich innerhalb des Benediktinerklosters Sant Pere de Galligans aus dem 12. Jhd. befindet. Das Kloster ist zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt worden, und seine Kirche ist ein herrliches Beispiel der Romanik. Wenn wir auf den typischen engen Altstadtgassen weitergehen, kommen wir zur Stadtmauer, die an die Belagerungen der Stadt erinnert.
Auf dem Rückweg zur Kathedrale kommt man zur Kirche von Sant Nicolau, einer kleinen Grabeskirche aus dem 12. Jhd. Neben der Kathedrale, nur durch das Sobreportes-Tor getrennt, befindet sich die Kirche von Sant Feliu, eine Mischung aus Romanik, Gotik und Barock, von der die Überlieferung berichtet, dass sie auf Katakomben aus dem 4. Jhd. erbaut wurde.
Auch wenn wir jetzt zum Ende unseres Rundgangs durch Girona kommen, müssen wir noch andere Plätze der Altstadt erwähnen wie die Plaça del Vi, das gotische Dominikanerkloster Sant Doménec, die Casa Cartellá aus dem 18. Jhd. und zwei typische Strassen wie Les Ballesteries und EIs Ciutadans, letztere mit alten Herrenhäusern.
Archäologische Museum
Santa Llúcia, 1. GIRONA.
Tel 972202632.
Geöffnet: Werktags von 10 bis 13 und von 16.30 bis 19.00 Uhr
Sonn- und Feiertags von 10 bis 13 Uhr
Montags geschlossen.
Kathedralenmuseum
Plaza de la Catedral. GIRONA.
Tel. 972214426.
Geöffnet: von März bis Juni Dienstag bis Sonntag von 10 bis 14
und von 16 bis 19 Uhr
Juli, August und September von 10 bis 20 Uhr
Oktober bis Februar 10 bis 14 Uhr und 16 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertagen von 10 bis 14 Uhr Montags geschlossen
Kunstmuseum von Girona
Palacio EpiscopaL Pujada de 1a Catedral, 12. GIRONA.
Tel. 97220 9536.
Geöffnet: Im Sommer von Dienstag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertags von 10 bis 14 Uhr
Montags geschlossen
Im Winter von Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertags von 10 bis 14 Uhr
Montags geschlossen