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Preissteigerungen ohne Ende in Spanien

Die spanische Bevölkerung erlebt zwei Monate vor der Parlamentswahl die größten Preissteigerungen seit mehr als zehn Jahren. Vor allem Strom, Benzin und Lebensmittel hat die Inflation im Dezember auf unnatürliche Preishöhen getrieben. In der gesamten Euro-Zone sowie in Deutschland stiegen die Kosten für die Lebenshaltung zuletzt um etwa drei Prozent. In Spanien waren es 4,3%. Damit verliert die spanische Wirtschaft weiter an Wettbewerbsfähigkeit, die sie mit der Talfahrt des Immobilienmarktes dringend gebrauchen könnte.

Die in Umfragen gleichauf liegende Opposition hat die wirtschaftlichen Probleme bereits zum Wahlkampfthema gemacht. Dabei gab ihr die Regierung mit zwei groben Ausrutschern Starthilfe: Wirtschaftsminister Pedro Solbes hat im letzten Monat die Ignoranz der Spanier selbst für die hohe Inflation verantwortlich gemacht. Ein anderes Kabinettsmitglied empfahl den Spaniern angesichts der steigenden Preise, zu Weihnachten einfach Kaninchen zu essen.

Viele spanische Firmen werden die steigenden Preise zu spüren bekommen, denn ein Großteil der Tarifverträge ist an die Inflation gekoppelt. Der größte Arbeitgeber-Verband schätzt, dass die Firmen wegen der hohen Preissteigerung in diesem Jahr mehr als drei Milliarden Euro zusätzlich für Lohnkosten ausgeben müssen.

 

Quelle: Megawelle.com/Nachrichten





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