Das Castillo
In der Hochsaison ist die Burg von zahlreichen Schauspielern und Minnesängern bevölkert, die dem Besucher eine Zeitreise ins Mittelalter bieten. Das Castillo mit seinen zwei Türmen, La Alfonsina und El Espolón, wurden zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert erbaut.
Die Burg erreicht man am besten über die Plaza de España, durch Eliodoro Puche, Mayor de Santa María und die Carretera del Castillo, entweder zu Fuß oder mit dem Auto. Ein weiterer Weg mit dem Auto führt über die Carretera de la Parroquia bis zum Cruce de la Velica, die bis zur Buró führt.
Die Plaza Mayor entstand im 18. Jahrhundert und wurde als Zentrum der Stadtverwaltung konstruiert. Hier befinden sich auch das Rathaus und das Gerichtsgebäude. Wenig später kamen das städtische Gefängnis und der Markt hinzu. Das städtische Marktgeschehen begann nun sich zu entwickeln. Vom Hauptplatz gelangt man leicht zum Castillo.
Die Casa de Guevara ist ein typisch barockes Gebäude in Lorca. Es war im Besitz des Majoratsherren der Guevara und wurde in den Jahren 1691-1705 von Juan de Guevara García de Alcaraz konstruiert bis es schließlich seine letztendliche Form erhielt. Heute befindet sich hier das Fremdenverkehrsbüro.
1691 wurde die zentrale Treppe fertiggestellt, drei Jahre später kam das Hauptportal hinzu.
Der Innenhof wurde im Jahre 1705 von dem Steinhauer Pedro Sánchez Foriún fertiggestellt, dessen Initialen am hinteren Teil von einer der zentralen Portale hinterließ. Die weißen Marmorsäulen mit Pflanzenmustern und Wappen sind überaus sehenswert.
Das Innere der Casa, das bis vor wenigen Jahren von Doña Concepción Sandoval, der Baronin von Petrés y Mayáis, bwohnt wurde beherbergt Räume, wie den “salón amarillo” (gelber Saal) oder den “salón de baile” (Tanzsaal) mit eine Möblierung aus dem 18. Jahrhundert, sowie einige religiöse Wandmalereien aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Besonders interessant ist ein Reitergemälde von Juan de Guevara, welches ein Bestandteil der Kollektion Camacho Felizes’ ist. Außerdem ist einige Figuren der Virgen ausgestellt, die von dem madrilenischen Künstler Antolínez gefertigt wurde.
La Calle de la Corredera
Von der Capilla del Rosario gelangt man auf die Calle de la Corredera mit der Casa de los Irurita (16. Jh.) Folgt man dem Straßenverlauf gelangt man zur romanischen Columna Miliaria de la Plaza de San Vicente, die als Fundament für die die Statue des San Vicente dient. Sie soll der Predigten des Heiligen aus Valencia gedenken, die dieser zu Beginn des 15. Jahrhunderts an diesem Ort hielt.
In etwa einhundert Meter Entfernung von der Plaza entfernt befindet sich auf dem letzten Abschnitt der Calle del Álamo das Wappen der García de Alcaraz, welches ohne Zweifel eine Skulptur von außergewöhhnlicher Bildhauerkunst ist.
Iglesia San Patricio
Die ehemalige Stiftkirche San Patricio (1536-1780) von wurde im Jahre 1941 zum “Monumento Histórico-Artístico” erklärt. Errichtet wurde sie über der veralteten Iglesia de San Jorge mittles einer Bulle von Clemente VII. im Jahre 1533. Entworfen wurde dieses religiöse Gebäude von Jerónimo Quijano.
Die Türme wurden erst im Jahre 1772 fertiggestellt. Das Innere im Stile der Renaissance teilt sich in drei Schiffe mit seitlichen Aushängebögen. Im Inneren des Kichenturmes ist die Sakristei untergebracht. Sehenswert ist auch ein Altargemälde Camachos.