Lleida besteht aus verschiedenen barrios, die mit dem Zentrum der Stadt mittels verschiedener Brücken gut zugänglich sind: Pont Nou (1973), Pont Universitat (1993), Pont de Pardinyes (1995), la Pasarela de Blondel (1997), Pasarela de la Avenida del Segre (2003).
Im Jahre 1999 wird der alte Schlachthof zum Teatro Municipal del Escorxador umgestaltet.
2000 wird die Reatauration der Puerta dels Fillols de la Seu Vella beendet.
Das 21. Jahrhundert ist von Modernität und Innovation gekennzeichnet. Die Eröffnung des Museo de la Automoción -Roda Roda oder des neuen Mercado Central de Frutas y Verduras sind hier nur einige Beispiele. So wurden im Jahre 2004 die Linie des Hochgeschwindigkeitszuges AVE, sowie der Centro de Arte eröffnet.
2005 fand die Wiedereröffnung des Castillo Templario de Gardeny statt. La Lotja, das Kongresszentrum der Stadt, sowie der Flughafen in Alguaire sind weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Auf dem Burghügel oberhalb der Stadt thront das ehemals maurische Castell La Suda, das 1149 von den Spaniern erobert wurde. Dieses mächtige Monument mit seinen vier Türmen wurde von den damaligen Königen von Aragón auch als Palast genutzt. Von hier aus bietet sich dem Besucher einen atemberaubender Blick über die Stadt.
Innerhalb der Festungsmauern steht die Kathedrale La Seu Vella, die über beeindruckende gotische Fenster im Kreuzgang verfügt. Der 1203 unter der Führung von Pere de Coma errichtete Sakralbau wurde 1707 unter Felipe V. zur Kaserne umgestaltet. Sie ist Bestandteil des Museo de Historia de Cataluny.
Im gleichen Jahrhundert begannen die Arbeiten für den Glockenturm, die sich bis ins Jahr 1431 hinzogen. Die Konstruktion der Innenschiffe der Kathedrale weist deutliche Spuren toskanische, tolosanische und provenzalische Einflüsse auf, die auf die verschiedenen Konstrukteure schließen lassen, die im Laufe der Zeit an dem Monument arbeiteten.
Aus gotischer Zeit sind noch immer Wandmalereien erhalten. Zugang zum Inneren verleihen Tore südlich (Puerta dels Fillols), fünf mittig situierte spätgotische Portale. Ins Kloster gelangt man von außen über die Puerta de los Apóstoles (14. Jh.)
Der Glockenturm enthält sieben Glocken, zwei davon in gotischem Stil aus dem 15. Jahrhundert, Silvestra und Monica. Die übrigen fünf sind elektrisch und stammen aus dem letzten Jahrhundert, Bárbara, Purísima, Crist, Marieta und Meuca.
Das Kloster liegt im östlichen Teil der Kathedrale und besitzt eine rechtwinklige Ebene. Das fünfschiffige Gebäude mit seinen riesigen Kirchenfenstern eröffnet einen wunderschönen Blick über die Stadt.
Das Rathaus, der Palacio de la Paeria, (13. Jh.) zählt als ein Meisterwerk römischer Zivilarchitektur Lleidas und vereint verschiedene architektonische Stile miteinander: Die zum Río Segre führende Fassade birgt neoklassizistische wie neomittelalterliche Charakteristika in sich.
Im 14. Jahrhundert wurde der Palast von den Señores de Sanaüja, den ursprünglichen Besitzern, an die Stadt übergeben und wurde schließlich städtischer Regierungssitz. Die Paeria (paer=alcalde) enthält viele wertvolle Objekte, von denen hier die Wichtigsten genannt seien: Der Retablo de la Virgen de los Paers (1451-1454) schmückt den Hauptsaal, in dem mitunter bürgerliche Ehen geschlossen werden. Gezeigt werden die Jungfrau Maria mit den Englen Gabriel und Michael.
Die Morra wurde im Kellergeschoss der Paeria im Jahre 1486 konstruiert. Der Name rührt von der Bezeichnung der Kammer her, in der zum Tode verurteilte Könige lebten. Die Fassaden sind übersät mit Malereien aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Das Stadtarchiv und die Carta Pobla präsentieren einen barocken Holzschrank, der als Armario de los Privilegios bekannt ist. Überdies kann der Besucher hier das Libro de los Usajes (14. Jh.), sowie das wichtigste Dokument der Stadt, die Carta Pobla, bestaunen. Dies ist die erste Verfassung Lleidas aus dem Jahre 1150.
Die Catedral Nueva (1761-1781 wurde im barocken Stil errichtet mit französischem klassizistischem Einfluss. Sie liegt direkt gegenüber des Hospital de Santa María (15./16.Jh.) In diesem Krankenhaus befindet sich außerdem der Sitz des Archäologischen Museums. Das dreischiffige Innere beherbergt einen korinthischen Säulengang.
Das barocke Chorgestühl (1936) wurde von Lluís Bonifas Massó gestaltet und auch ein Bildnis der Virgen de Montserrat (La Moreneta) von Josep Obiols ist Schmuckstück der Kathedrale. Im Museum, das sich im Kapitelsaal befindet, können Besucher wertvolle Kircheninstrumente und flämische Teppiche bestaunen.
Im Zentrum Lleidas liegt die Plaça de Sant Joan, die von schönen Bürgerhäusern gesäumt wird und zu den charakteristischsten Orten der Stadt zählt. Hier befindet sich auch die gotische Kirche San Joan (19. Jh.) Sant Llorenç (1270-1300) ist eine Kirche in romanischem Stil mit gotischem Feinausbau.
Sie besitzt drei Schiffe mit drei Apsen. Das zentrale Schiff ist zugleich das Älteste und romanisch während die übrigen zwei der Gotik angehören. Die gotischen Kapellen und der achteckige Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert. Darüber hinaus beherbergt die Kirche vier gotische Retablos.
Überdies lassen sich hier verschiedende Kunstobjekte des Museo Diocesano de Lleida finden, sowie die Statue der Verge dels Fillols aus der Seu Vella. Weitere Sehenswürdigkeiten dieses religiösen Monuments sind ein gotisches Gemälde aus dem 15. Jahrhundert von Mateu Ferrer, die Gruft von Ramon de Tárrega y el Sant Crist Trobat, ein Gemälde, das von Jaume Perelló reatauriert wurde.
San Martí ist ebenfalls eine romanische Kirchenkonstruktion, die auf dem Grund einer ehemaligen Moschee erbaut wurde.Iglesia de estilo románico construida sobre la base de una antigua mezquita. Im Prooemium werden Objekte des Diözesanmuseums und aus der Catedral de Lleida ausgestellt: Romanische und gotische Figuren, Goldschmiedstücke, sowie Gemälde und Skulpturen verschiedener Epochen.
El Castillo de Gardeny
Das Castello de Gardeny in Lleida gehört zu dem Erbe der Templer und Hinterlassenschaft der früheren Krone von Aragón und wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Im 17.und 18. Jahrhundert fanden erhebliche Restaurationen statt, die den mittelalterlichen Charakter des Gebäudes erheblich modifizierten.
Von Mauern und Türmen begrenzt, im Inneren befindet sich ein zentraler Hof, der von mehreren Gebäuden umgeben wird, wie dem Turmzimmer und der Kirche Santa Maria de Gardeny.