Mosaik ist meine Leidenschaft“, erzählt der gebürtige Serbe. So sieht er das Zusammensetzen der kleinen Steine nicht als Arbeit, sondern als etwas, das ihm Freude bereitet.
Sicher braucht es Ausdauer und Disziplin, doch ein Mosaikbild bedeutet für ihn Entspannung und vor allen Dingen, die Suche nach Sinn: Aus Tausenden von kleinen unbedeutenden Einzelteilen wird ein großes, wundervolles und beeindruckendes Gesamtbild geschaffen. Ebenso werden die vielen Erlebnisse und Erfahrungen von Dragan Vucinic während des kreativen Prozesses zu einer Einheit, einem Verständnis des Lebens, zusammengesetzt.
Seid nun mehr als sieben Jahren wohnt der Künstler bereits in Spanien, doch seine Liebe zur Mosaikenkunst und seine Leidenschaft für die Kunst der Antike entdeckte er bereits viel früher, als er noch in Deutschland wohnte. Da er damals noch keine Werkstatt hatte, schliff er die Steine im Wohnzimmer. Für seine Werke verwendet er ausschließlich Natursteine.
Als Untergrund für die Mosaike benutzt der ausgebildete Fliesenleger Granitplatten, die er dann mit Marmor, Granit oder manchmal auch Fossilien verziert.
Ob tragbarer oder fester Untergrund, geometrische Formen oder Bilder – das Endergebnis zählt. Deshalb wird auch jeder Stein von Hand bearbeitet, um den Zauber der Antike wiederherzustellen. Zwei oder drei Monaten braucht er in der Regel meist, um ein Werk zu beenden. Wenn er ein Werk beendet hat drängt es ihn schon, mit dem nächsten Projekt zu beginnen. Dragan Vucinic hat noch große Pläne. Sein Traum ist es, christliche Bilder, sogenannte Ikonen, in Stein zu verewigen.
Susanne Hesse
IMP-Agentur