Statistisch gesehen macht der Umsatz an Weihnachten rund 20 Prozent des gesamten Jahresumsatzes aus. Pro Familie liegen die Ausgaben an Weihnachtseinkäufen schätzungsweise bei 1.000 bis 1.200 Euro.
Was die Geschenke angeht, sind neben Markenkleidung, gerade auch für die Kinder, immer noch Informatikartikel, Videospiele und alle Arten von elektronischen Geräten sehr beliebt.
Wie lange dieser weihnachtliche Konsumrausch noch anhält, ist fraglich. Tatsache ist, dass fast alle spanischen Haushalte eine Hypothek abzubezahlen haben. Dazu kommen laufende Kosten, das ständige Steigen der Lebenshaltungskosten – der finanzielle Spielraum für Extraausgaben ist demnach nicht allzu breit.
Was eigentlich verschenken die Spanier?
Präsentkörbe, randvoll mit Lebensmitteln, sind zu Weihnachten immer ein beliebtes Geschenk.
Klassische Luxuslebensmittel wie Garnelen und Meeresfrüchte stehen immer noch ganz oben auf dem Speiseplan der Familien. Auch wenn deren Preis kurz vor den Feiertagen noch so sehr in die Höhe schnellt. Bis zu 40 Prozent teurer könnten die Meeresfrüchte in den letzten Tagen vor dem Fest verkauft werden.
Trotz Zeitdruck und Einkaufsstress ist also gerade in der Vorweihnachtszeit wichtig, beim Kleiderkauf ganz genau hinzusehen und die Qualität des Textils zu betrachten, das verführerisch im Schaufenster prangt. Auch die Aufbewahrung des Kassenzettels kann von großer Bedeutung sein. Denn wieviele Leute rennen nach Weihnachten nochmals in die Stadt, um Geschenke umzutauschen?!
Gefüllte Einkaufswagen: Essen und Trinken gehören für die Spanier untrennbar zum Feiern.
Allerdings scheint der Konsumrausch nicht auf alle Personen so gleichmäßig verteilt zu sein, wie es die Statistik suggeriert. Auf ihre Ausgaben hin befragt, versichern die meisten Personen, eher bescheidene Ausgaben anlässlich des Christfestes zu tätigen.
Viele können und wollen sich zu Weihnachten keine allzu großen Sprünge erlauben. Die Lebenshaltungskosten sind einfach zu sehr gestiegen.
Susanne Hesse
IMP-Agentur.com