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Energieanschlüsse in Spanien – Strom, Gas und Internet



Sie haben sich entschieden, Spanien zu Ihrem neuen Lebensmittelpunkt werden zu lassen und stehen kurz davor, in Ihr neues Zuhause einzuziehen. In einer Mischung aus Vorfreude und dem üblichen Umzugsstress gehen leicht Fragen nach der Organisation von Strom- und Gasanschlüssen sowie einem Internetanschluss unter. Sie sollten daran denken, frühzeitig alle nötigen Anschlüsse für Ihren neuen Haushalt zu beantragen. So können Sie sich viel schneller um angenehmere Dinge kümmern.

Der spanische Energiemarkt mag mitunter verwirrend erscheinen. Dabei funktioniert die Anmeldung von Anschlüssen und – vor allem – das Finden günstiger Tarife leichter als gedacht, sobald Sie sich einen Überblick über den Markt verschafft haben. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über Anschlüsse, Anbieter und Kostenersparnisse.

I.               Elektrizität

Seit der Liberalisierung des spanischen Strommarktes im Jahr 2009 können Sie als Kunde frei einen Stromanbieter wählen – und dies unabhängig von Ihrem lokalen Netzbetreiber. So können Sie aus einer großen Auswahl an Anbietern und Tarifen auswählen und schließen nur genau den Vertrag ab, der am besten zu Ihnen passt. Um Strom in Ihrem Haushalt nutzen zu können benötigen Sie allerdings zunächst einen Stromanschluss. Dieser ist entweder bereits vorhanden und intakt (dann können Sie sich sofort um einen passenden Anbeiter kümmern) oder zwar vorhanden, aber seit etwa drei Jahren inaktiv oder gar nicht erst vorhanden. In den letzten beiden Fällen sollten Sie möglichst bald einen Stromanschluss beantragen.

a.     Einen Stromanschluss beantragen

Einen Anschluss für Elektrizität zu bekommen ist ein unkomplizierter Vorgang. Zunächst sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem lokalen Netzbetreiber melden und einen Anschluss beantragen. Ihren Netzbetreiber finden Sie heraus, indem Sie mit Ihrer Postleitzahl im Internet nach dem Stromnetzbetreiber (auf Spanisch „Distribuidora“) suchen. Die Kontaktdaten sollten Ihnen sofort angezeigt werden. Innerhalb von 5 bis 7 Werktagen wird ein Elektriker bei Ihnen zu Hause vorbeikommen, den Anschluss installieren und einen Stromzähler anbringen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Wochenenden und - vor allem - die zahlreichen spanischen Feiertage nicht in diesen Zeitraum einberechnet werden. Je früher Sie Ihren Anschluss beantragen, ist daher umso besser.

Die Installation eines Anschlusses kostet überall in Spanien gleich viel. Die Kosten setzen sich aus einer Einrichtungs-, Zugangs- und Anschlussgebühr zusammen und belaufen sich insgesamt auf etwa 50€.  Allerdings können weitere Kosten anfallen, wenn Sie einen Anschluss benötigen, der über die Normalstärke von 15 Kilowatt hinausgeht und Ihr Anschluss länger als drei Jahre stillgelegt war. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Sie einen bestehenden Anschluss niemals abschalten. Jede erneute Installation kostet Geld und Zeit.

Bei der Einrichtung des Stromanschlusses wird Ihnen eine Anschlussnummer zugeteilt, welche auf Spanisch „Código universal de punto de suministro” oder schlicht „CUPS“ genannt wird. Diese sollten Sie unbedingt aufheben, da Sie sie immer dann benötigen werden, wenn Sie eine Frage an Ihren Netzbetreiber haben oder einen Stromvertrag abschließen möchten. Die CUPS erscheint außerdem immer wieder auf Ihrer Stromrechnung.

b.     Einen Stromtarif finden

Um den passenden Stromtarif zu finden, sollten Sie abschätzen, wie hoch Ihr Strombedarf sein wird. Der Stromverbrauch wir vor allem durch die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, den Bedarf, sowie die Menge vewendeter Geräte und die Größe der Wohnfläche definiert. Sobald Sie Ihren Bedarf wissen, können Sie sich auf die Suche nach dem perfekten Tarif begeben. Um diesen aufzutreiben gibt es zwei Methoden: Manuell und Digital. Manuell können Sie sich jeden Tarif anschauen und miteinander vergleichen, den Sie auf den bei den großen spanischen Energieanbieter finden. Oder Sie nutzen ein online Vergleichsportal. Diese Methode ist wesentlich übersichtlicher und zeitsparender als die erste. Weitere Gründe sprechen für einen online Anbietervergleich: Er kostet Sie nichts, ist unverbindlich, schnell, einfach zu bedienen und sehr präzise. Bei der Auswahl sollten Sie, egal ob Sie einen manuellen oder online Vergleich anstellen, auf ein paar Kriterien und Kostenfallen achten:

Um weder mehr zu zahlen als nötig, noch Gefahr zu laufen einen zu leistungsschwachen Tarif zu wählen und regelmäßige Stromausfälle zu haben, sollten Sie darauf aufpassen, dass die im Stromvertrag festgelegte Leistungsobergrenze zu Ihren Bedürfnissen passt und der variable Preis Ihres Stromverbrauches niedrig ist.

Außerdem beinhalten viele Tarife Rabatte, die später von Ihrer Rechnung abgezogen werden. Beachten Sie hierbei auf jeden Fall die Höhe und Dauer des Preisnachlasses. Häufig schnellt die Rechnung nach Ablauf der Reduktion unerwartet in die Höhe und die Preisersparnis der ersten Monate ist geringer als es die Zusatzkosten ab Ablauf dieses Zeitraums sind.

Überprüfen Sie auch, ob ihr Vertrag einen Wartungsservice beinhaltet, ob dieser verpflichtend ist oder freiwillig und ob er Sie etwas kostet. Am wünschenswertesten ist es immer, einen freiwilligen, kostenlosen Wartungsservice zu bekommen.

Passen Sie auf, dass Ihr Tarif keine dauerhafte Bindung beinhaltet. Der Wechsel des Stromanbieters und des Tarifs ist in Spanien völlig kostenlos, sodass Sie sich offen halten sollten, jederzeit Ihren Vertrag wechseln zu können. Eine langfristige Vertragbindung könnte Ihnen bei einem Wechsel nämlich einen Strich durch die Rechnung machen und Ihnen unnötige Ausgaben bescheren.

Sobald Sie den passenden Tarif gefunden haben, können Sie auch schon beim Anbieter Ihrer Wahl anrufen und den Vertrag abschließen. Dafür benötigen Sie nur ein paar Dokumente: Ihren Namen, Ihre Identifikationsnummer (NIE), Adresse des Anschlusses, Bankverbindung und die oben erwähnte Anschlussnummer, die CUPS.

Erdgas

Die günstige und umweltschonende Alternative zu Strom beim Heizen und Kochen ist Erdgas. Sollten Sie schon einen Anschluss besitzen, bietet es sich für Sie auf jeden Fall an, Gas als Energiequelle zu verwenden. Damit Sie von den Vorteilen eines Gasanschlusses profitieren können, sollten in einer Region leben, in welcher ein Gasnetz vorhanden ist und Ihre Immobilie sollte alle nötigen Installationen haben, um Gas nutzen zu können. Vielleicht besitzt Ihre Wohnung bereits einen Gasanschluss, dann können Sie sich sofort nach einem passenden Gasanbieter umsehen. Ist dies jedoch nicht der Fall und sie haben gar keinen Anschluss oder einen, der seit mehr als drei Jahren stillgelegt ist, erfahren Sie im Folgenden alles, was Sie über die Beantragung eines Gasanschlusses wissen sollten.

a.     Beantragung eines Gasanschlusses

Um einen Gasanschluss zu beantragen, rufen Sie – genau wie beim Stromanschluss – bei Ihrem regionalen netzbetreiber an. Halten Sie dafür schon einmal Ihre persönlichen Daten und Ihre Anschlussnummer (CUPS) bereit.

Die Rechnung für die Installation wird Ihnen gemeinsam mit Ihrer ersten Gasrechnung zugeschickt. Kosten für den Installateur des Anschlusses fallen nicht an, dafür aber für den Anschluss selbst. Die Kosten variieren anhängig davon, ob Sie in einem Neubau leben, in welcher Region Sie leben und ob bereits ein Gasanschluss vorhanden war zwischen 80€ und 220€. Darüber hinaus fällt ab nun eine monatliche Gebühr an den Netzbetreiber an, sozusagen als Miete dafür, dass Sie Gas von einem Anbieter über sein Netz beziehen können. Es gibt zwei verschiedene Tarife, für die Sie einen Gasanschluss beantragen können. Es gibt den Tarif 3.1 für Haushalte, welche Gas nur zum Kochen und für Warmwasser verwenden. Dort liegen die Kosten für die Netznutzung pro Monat um 4€ herum. Der Tarif 3.2 bietet sich für Haushalte an, die Gas auch für Ihre Heizung verwenden. Dort liegen die Kosten für die Netznutzung um 8€ herum. Normalerweise dauert es zwischen 5 bis 7 Werktage ab der Beantragung, bis Ihr Anschluss verwendbar ist.

b.     Einen Gasanbieter finden

Die Suche nach einem Gasanbieter gestaltet sich genau so, wie die oben beschriebene Suche nach einem Stromanbieter.  Ihren Bedarf ermitteln Sie ebenfalls anhand der zu beheizenden Wohnfläche, der Personen, die im Haushalt leben und der Anzahl der Geräte die Sie zu verwenden planen. Empfehlenswert ist es hier ebenfalls, ein online Vergleichsportal zu nutzen.

Internet

Anders als bei Strom und Gas lassen Sie sich Ihren Internetanschluss auch von dem Anbieter legen, mit welchem Sie einen Versorgungsvertrag abschließen. Häufig beinhalten Internettarife auch einen Festnetzanschluss und sogar Handyverträge. Sie können durch die clevere Wahl eines Tarifes also mehrere „Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Im Internet finden Sie Seiten, auf denen Sie Ihre Bedürfnisse angeben können und welche einen günstigen und unkomplizierten Anbietervergleich ermöglichen.

Die beiden in Spanien zur Verfügung stehenden Internetanschlüsse sind ADSL ("Asymmetric Digital Subscriber Line") und Glasfasernetz-Anschlüsse ("Fibra Optica"). ADSL nutzt die bestehenden Telefonkabel, die Geschwindigkeit der Datenübertragen ist "asymmetrisch", ein Download funktioniert also  schneller als ein Upload. Das ADSL-Modem wird Ihnen vom Anbieter zur Verfügung gestellt.

Bei einem Glasfasernetzanschluss ist die Datenübertragungsrate viel schneller als bei einem ADSL-Anschluss. Hier sind  Übertragungen von 300 Mb/Sekunde möglich. Jedoch sind diese Anschlüsse wesentlich teurer und das Netz ist nicht in jedem Teil Spaniens verfügbar. Die Hauptunterschiede zwischen ADSL und Glasfasernetz liegen also im Preis, der Geschwindigkeit und der geografischen Abdeckung. Sie sollten sich daher überlegen, worauf es Ihnen bei Ihrem Tarifbesonders ankommt: Die Geschwindigkeit der Datenübertragung? Oder doch den Preis? Außerdem müssten Sie vor Vertragsabschluss herausfinden, ob in Ihrer Region ein Glasfasernetz überhaupt zur Verfügung steht.

Sobald Sie sich über Ihre Bedürfnisse im Klaren sind, können Sie sich auf die Suche nach einem Tarif begeben. Es ist dabei wichtig, dass anfängliche Rabatte möglichst lange angewendet werden, der Sprung zum Preis ohne Nachlass nicht zu hoch ist  und dass ein Vertrag nicht zu viele Zusatzoptionen beinhaltet. Sie sollten darüber hinaus immer einen Vertrag ohne oder mit nur sehr kurzer Vertragsbindung wählen.

Einen Internetanschluss beantragen Sie - gemeinsam mit der Auswahl eines Tarifes - über die Website des Anbieters oder durch einen einfachen Anruf. Dabei sollten Sie Ihre persönlichen Daten (NIE) und Ihre Bankverbindung schon einmal bereit halten, um den Ablauf zu erleichtern.

Das war nun Einiges an Informationen. Doch sobald Sie sich durch den Anmeldungswald durchgekämpft haben, können Sie sich der Vorteile nicht nur funktionstüchtiger, sondern auch günstiger Anschlüsse und Tarife erfreuen.

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