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Eingeschränkte Mobilität mit Riester-Rente



Sie wollen sich zusätzlich im Alter absichern und sehen hierfür in der Riester-Rente ein attraktives Angebot?! Dann sollten Sie sich jedoch vorab einige wichtige Überlegungen durch den Kopf gehen lassen. Vor allem für Deutsche, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen, kann die Riester-Rente erhebliche Nachteile mit sich bringen.

 

Das nach Walter Riester benannte Rentenkonzept ist in Deutschland am 1.1.2001 in Kraft getreten und soll als zusätzliche, freiwillige Altersvorsorge die Leistungsniveausenkung der gesetzlichen Rentenversicherung auffangen. Der zu Versichernde schließt mit einem privaten Anbieter eine private Rentenversicherung ab. Die monatlichen Einzahlungen in die private Altersvorsorge werden jährlich mit staatlichen Fördergeldern unterstützt.

 

Ein weiterer Anreiz für den Eintritt in die Riester-Rente ist eine steuerliche Vergünstigung, so können die eingezahlten Beiträge als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden. Allerdings werden die staatlichen Zuschüsse vor allem auch deswegen gewährleistet, da die späteren Rentenauszahlungen vollständig versteuert werden müssen.

 

Verlegt der Versicherte nun seinen Wohnsitz ins Ausland, erfüllt dieser nicht mehr den Anspruch der unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland und dem Staat würden die späteren Steuerabgaben verloren gehen.  Aus diesem Grund müssen Riester-Rentenversicherte, die Deutschland den Rücken zurückkehren, die kompletten Förderbeträge plus Zinsen zurückzahlen. Selbst die Steuervergünstigungen müssten ausgeglichen werden.

 

Auf diese Weise kann sich der Riester-Vertrag schnell in eine Schuldenfalle verwandeln und der blanke Vorsorgevertrag ohne die staatlichen Zuschüsse würde gänzlich an Attraktivität einbüßen. Die Rückzahlung sähe dabei folgendermaßen aus: Von den Auszahlungen der privaten Zusatzrente würden monatlich 15% abgezogen. Auch Personen, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben, müssten alle bis dahin erhaltenen Förderungen zurückzahlen.

 

Aus diesem Grund sollten sich berufstätige Riester-Renteneinzahler schon sehr früh über die Entscheidung im Klaren werden, ob im Alter eventuell eine Rückverlagerung des Wohnsitzes nach Deutschland geplant ist. In einem solchen Fall kann eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist bis zum Beginn der Auszahlungsphase beantragt werden. Generell lässt sich daher feststellen, dass die Riester-Rente für mobile Bürger, insbesondere solcher, die ihren Lebensabend eventuell in Spanien zu verbringen planen, kein rentables Konzept darstellt.

 

 

6.3.2006

Kathleen Neumann





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