Eine neue, zeitgemäße Form ist der Motorradpilger, der Motogrino. Für viele ist es eine bestechende Idee, die alten Pilgerwege mit dem Motorrad zu befahren und so zumindest die Pilgerathmosphäre und die landschaftlichen Schönheiten mitzuerleben.
Der Motorradpilger werden in Santigao de Compostela nicht als offizielle Pilger anerkannt und erhalten somit keine Pilgerurkunde. Die Regel ist, dass zumindest die letzten 100 Kilometer zu Fuss oder die letzten 200 Kilometer mit dem Fahrrad oder Vierbeiner zurückgelegt werden müssen.
Die Stationen müssen anhand einer Credencial (Pilgerausweis) mit Stempeln dokumentiert werden. "Motogrinos" müssen also auch Muskelkraft einsertzen, um anerkannte Jakobspilger zu werden.
Eine interessante Neuerscheinung auf dem Buchmarkt widmet sich nun diesem Thema. "Der Jakobsweg für Motorradfahrer" - In acht Tagen bis ans Ende der Welt! - ist ein neuer Motorradführer, der seine Leser entlang der klassichen Pilgerrouten des Camnino de la costa nach Santiago de Compostela und dann über den Camino a Fisterra zum ehemaligen Ende der Welt, dem Kap Finisterre, führt.
Die Routen führen nur über legal befahrbare Streckenabschnitte, sodass keine Fußpilger gestört werden.
Das Buch bietet viele Informtionen über die Jakobswege, das Pilgern, Hotels, Pilgerherbergen und die Erlangung der Pilgerurkunde für die Biker.
Dazu müssen vier Tagesetappen zu Fuß bestritten werden. In dieser Zeit kann das Motorrad sicher geparkt werden, und auch für die Gepäckaufbewahrung ist gesorgt.
Es ist aber auch ein Motorradführer über die Entschleunigung beim Fahren, die Schärfung der Sinne für Kunst, Kultur und Natur und über die Lebensart des Gastgeberlandes Spanien.