Denia hat sich zu einer kosmopolitischen Kreisstadt entwickelt. Es leben zwar nur gezählte knapp 50.000 Einwohner im Zentrum, dass dürfte aber längst nicht mehr der Realität entsprechen. Da die Dunkelziffer nach wie vor hoch ist, kolportiert man, dass in etwa 100.000 Einwohner die Stadt bevölkern.
Leider hat es sich immer noch nicht unter vielen Residenten, vorrangig unter Deutschen, rumgesprochen, dass man sich wirklich problemlos im Einwohnermeldeamt registrieren lassen kann - ohne das dies, irgendwelche Auswirkungen auf Steuern, Renten oder ähnliches , haben wird. Diese Anmeldung dient lediglich dazu, dass die Stadtverwaltung einen Überblick über ihre Einwohnerzahl hat.
Mit dieser Zahl geht auch einher, wieviel Krankenhausbetten eine Stadt wie Denia braucht, wieviel Polizisten im Einsatz sein müssen, wieviel Postboten und wieviel Müllautos usw usw.
Denia ist auf dem Weg eine schöne Stadt zu werden. Es liegt noch einiges im Argen, zugegebenermassen. Aber es hat sich auch schon sehr vieles in den letzten Jahren zum Guten gewendet. Die Infrastruktur ist wirklich bemerkenswert gut. Dann wurde in Ondara das grosse Einkaufszentrum Las Marinas gebaut, welches auch eine Bereicherung darstellt.
Die Strassen wurden , teilweise, saniert. Beleuchtung ergänzt, Parks angelegt. Der neue Jachthafen ist grossartig geworden! Eine Freude dort zu bummeln und Essen zu gehen. Hier kommt wahres Urlaubsfeeling auf!
Die Hauptgeschäfts- und Flaniermeile, die Marques de Campo, von grossen alten, möchtigen Plantanen von der Sonne geschützt, ist leider zur Banken und Restaurantstrasse mutiert. Ausser Ale Hop und noch ein paar ganz wenigen Läden, die sich dort halten konnten, lohnt ein Bummel leider kaum noch.
Die Strände werden vor jedem Sommer wieder saniert und aufgeschüttet, so dass der geneigte Urlauber genügend Sandstrand verfügen kann. Leider hört für Denia ihre eigene Stadt kurz nach km 5 oder so ähnlich auf. Die Sandstrände bei Les Deveses werden sträflich vernachlässigt.
Urbanisationen , gleich ob mit Häuser, Villen oder Appartments bestückt, gibt es mehr als die Stadt jemals brauchen wird.
Dafür gibt es relativ wenige Hotels. Appartmentanlagen für Urlauber dagegen in Hülle und Fülle.
Was wirklich sehr positiv ist: die Stadt hat sich dem Hochhauswahn seinerzeit verweigert. Höher als 4 plus 1 darf nicht gebaut werden! Wenn man sich z.B. Calpe oder Benidorm anschaut, kann man glücklich sein, dass dieser Wahn hier in Denia nicht um sich gegriffen hat.