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Das Bildungssystem in Spanien



Das Schulwesen in Spanien ist kostenlos. Schulpflichtig sind Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren. 70 % der Kinder besuchen öffentliche Schulen, 30 % gehen in private Schulen. Das spanische Bildungssystem lässt sich in fünf  Stufen untergliedern:

 

1. Educación Infantil (Vorschulzeit)

 

Die Vorschulerziehung ist in Spanien freiwillig und unentgeltlich, ist jedoch nicht so  eindeutig geregelt, wie in anderen europäischen Ländern. In Städten und Ballungsräumen sind Kindergärten und Kinderhorte üblich. Die Behörden sind verpflichtet eine ausreichende Anzahl an Plätzen zu garantieren.

 

 

2. Educación primaria (Grundstufe)

 

Die Schulzeit beginnt für die Kinder in Spanien mit der so genannten Grundstufe, welche sechs Jahrgangsstufen umfasst. Ziel der Educación primaria ist es allen Kindern eine allgemeine Bildung zu vermitteln, zu der grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen gehören.

In Spanien gibt es drei Arten von Schulen: öffentliche, private und halbstaatliche. Die Ausbildung läuft jedoch überall nach demselben Schema ab.

 

 

3. Educación secundaria obligatoria – ESO (Sekundarstufe I)

 

Danach folgt für die Schüler der Wechsel in die Mittelschule. Hier werden in vier Jahren die erworbenen Kenntnisse vertieft. Der Fächerzyklus erweitert sich um eine Fremdsprache, wobei es sich meist um Englisch handelt. Allen Schülern wird eine berufliche Grundbildung vermittelt, um sie auf das Berufsleben bzw. auf die weiterführende Schule vorzubereiten. Der Abschluss der Sekundarstufe I ist mit der Mittleren Reife in Deutschland vergleichbar.

 15 – 20% der Jugendlichen haben keinen Abschluss der 10. Klasse. Diese gehen in das Soziale Garantieprogramm für Jugendliche von 16 bis 21 Jahren. Dort erhalten sie zwei Jahre lang eine Vorbereitung auf Beschäftigung oder eine Ausbildung durch praktische Bildung (Allgemeinbildung, Praktika in Betrieben, Berufsorientierung

 

4. Bachillerato (Sekundarstufe II/ Abitur) oder Formación profesional (Berufsbildung)

 

Nach Abschluss der ESO haben die Jugendlichen die Wahl zwischen der weiterführenden Schule oder einer Berufsausbildung.

 Die Stufe des Bachillerato entspricht der Oberstufe der deutschen Gymnasialausbildung, dauert ebenfalls zwei Jahre und bietet einen allgemeinbildenden Unterricht. Die Schüler können zwischen einem künstlerischen, naturwissenschaftlichen, geistes- und sozialwissenschaftlichen und technologischen Profil wählen. Jede Schule ist dazu verpflichtet mindestens zwei Zweige anzubieten. Funktion der zweijährigen Weiterbildung ist der Übergang in die höhere Berufsausbildung oder in den Hochschulbereich. Mit dem Abschluss des Bachillerato ist die schulische Laufbahn beende

 Der berufsbildende Schulzweig (Formación profesional) dauert ebenfalls zwei Jahre und schließt mit dem Titel des Técnico ab.

Die fachspezifische Berufsbildung ermöglicht eine berufliche Erstausbildung und ist in eine Mittlere (Formación Profesional de Grado Medio) und eine Höhere Berufsbildung (Formación Profesional de Grado Superior) unterteilt. Für die mittlere Berufsbildung ist die abgeschlossene Sekundarstufe I, für die höhere Berufsbildung das Bachillerato notwendig.

Im Unterschied zum deutschen System erfolgt die Ausbildung nicht in einem Unternehmen. 25% der Ausbildung sind allerdings als Pflichtpraktikum in einem spanischen Betrieb zu absolvieren. Zur Aufwertung der Ausbildung werden Lehrinhalte mit den Arbeitgebern der entspre­chenden Branchen abgestimmt. Während der Ausbildung erhalten die Jugendlichen keine Vergütung und sind somit auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen.

 

 

5. Universität

 

Weiterführende Bildung kann man durch den Besuch einer Universität erlangen. Den Zugang zu einer Hochschule erhält man nur nach erfolgreicher Teilnahme an einer von den Universitäten ausgerichteten Prüfung, welche bis zu dreimal wiederholt werden kann. Nach dem Bestehen der Prüfung erhält man eine Hochschulzugangsnote, welche sich aus der Gesamtnote der Prüfung und der Note des Bachilleratos zusammensetzt. Sie ist ein entscheidendes Auswahlkriterium für den Zugang zu einer Universität und Studienplätzen.

Die gesamte Hochschulbildung ist in 3 Zyklen organisiert. Der erste Zyklus wird an den so genannten Escuelas Universitarias angeboten. Er beinhaltet einen qualifizierten Abschluss (Diplomado) und hat einen berufsqualifizierenden Charakter. Nach diesem Zyklus ist kein weiterer vorgesehen. Nach der Teilnahme an einem Übergangskurs (Curso puente) ist dies aber dennoch möglich.

Der erste Abschnitt des zweiten Zyklus bildet das Grundstudium an den Facultades und Escuelas Técnicas Superiores. Er dauert drei Jahre und beinhaltet bereits einen akademischen Titel, wie Diplomado, Arquitecto oder Ingeniero. Der zweite Abschnitt, das Hauptstudium, dauert zwei bis drei Jahre und führt zu Abschlüssen als Licenciado, Ingeniero, Superoir etc.

Der dritte Zyklus ist die Voraussetzung zum Hochschullehrer und schließt nach zwei Jahren mit einem Doktortitel ab.

 

Die Anzahl der Hochschulabsolventen hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt, weibliche Studenten sind heute in der Überzahl. Mit einer Studierendenquote von 38% liegt Spanien weit vor Deutschland (Zahlen aus 2003, Frauen und Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren). 

Mehrsprachigkeit und Auslandserfahrung werden immer wichtiger für die berufliche Karriere - in Sachen Auslandspraktika gelten Italien, Frankreich, Großbritannien und -erst auf Platz Nummer 4- Deutschland als beliebte Ziele.

Unter deutschen Studenten dagegen stehen spanische Unis hoch im Kurs. Alleine an der Universität Alicante studierten im Jahr 2006 238 deutschsprachige Studenten, das entspricht einer Quote von knapp einem Prozent. Im Jahr 2013 hat sich die Quote verdoppelt.  Mehr als 500 Studenten haben sich aus Deutschland imatrikuliert.

 

 

 

 





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