Wir befinden uns im Reich von von Al Azraq mit den beiden berühmten Sehenswürdigkeiten der Burgen von Forna und Benirrama. Mit den Castillos von Benirrama am östlichen Eingang zum Valle de Gallinera beginnt die Tour.
Diese Burg ist leider nicht von innen zu besichtigen, da sie sich in Privatbesitz befindet und die Türen verschlossen sind. Dennoch bietet sich hier, mal oben angekommen, eine hervorragende Aussicht auf die Umgebung.
800 Jahre schon trotzt sie Wind und Wetter, allerdings ist sie nur eine von 90 Burgen und Wachtürmen, die zum Besitz des Maurenfürsten Muhammad Ibn Hudayl as Sahir al Azraq gehörten. Dieser Fürst ist als Al Azraq, der Blauäugige, in die Geschichte eingegangen.
Sämtliche Festungen dienten der Bewachung seines Fürstentums im 13. Jahrhundert. Verteilt waren sie in den Täler von Alcalá, Guadalest, Seta, Laguar, Ebo, Galinera, Pop, Pego, Táberna und Segarria.
Al Azraq kämpfte unerbitterlich zwischen 1247 bis zu seinem Tod 1276 gegen die Reconquista, die Rückeroberung Spaniens. Der gesamte Rückeroberungskampf dauert bis zum Sieg über Granada im Jahr 1492.
Valle de Gallinera besaß aufgrund seiner strategisch Position eine gute Verteidigungslage und spielte daher in der Auseinandersetzung zwischen Mauren und Christen eine ganz besondere Rolle.
Es führen drei Zugänge zum Tal. Im Osten wurde das Tal von der Gallinera oder Benirram-Burg bewacht. Das Seitental war durch die Burg von Forna abgesichert und das westliche Ende des Gallineratals wurde durch die Burg von Alcalá beschützt. Sein Reich war nie sicher, obwohl es das durch Freundschaftsbündnisse hätte sein sollen.
Die jüngst restaurierte Festung von Forna liegt in einem Seitental des Valle de Gallinera, unmittelbar an der Grenze zum Al Azraq Reichs.
Diese Burg besticht durch ihre schlichte kompakte Struktur und sollte damals vor Eindringlingen aus dem Norden schützen. In ihrem Inneren lässt sich ein großer Waffenhof bewundern.
Forna wechselte oft nach der Eroberung 1258 durch Jaime I. den Besitzer und diente auch dem Templer Orden als Unterschlupf. Die Festung Forna erreicht man heute am besten über die Landstraße CV 700 von Pego aus.
Wenn Sie schonmal in Forna sind, dann ein Tipp: gehen Sie ins "Nautilus" zum Essen. Es lohnt sich. Von dort haben Sie einen Blick auf die Burg und der Besitzer hat mitunter den Schlüssel. Falls nicht, kann Ximo Ihnen dennoch vieles, was in keinem Reiseführer steht sowohl über die Burg als über Forna berichten!