Die Stadtmauern von Ávila, die zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert erbaut wurden, sind wohl der Höhepunkt auf einem Rundgang durch die Stadt. Von hier aus bietet sich dem Besucher ein atemberaubender Blick auf die Kathedrale. Vollständig erhalten ist die Stadtmauer rund 2.500 Meter lang und zählt 88 Türme und 9 Stadttore.
Die gotische Kathedrale der Stadt ist insofern interessant, als sie Teil der Befestigungsanlage ist: der Chor der Kathedrale durchstößt die südliche Stadtmauer und wurde halbkreisförmig neu ummauert, es entstand eine Art sehr breiter Turm.
Ávila besitzt, wie viele Städte dieser Region Kastilien-Leóns, zahlreiche romanische Kirchen, wie St. Vincenz, St. Peter und das St. Thomas-Kloster, die teilweise außerhalb der Stadtmauern liegen. Aus der maurischen Zeit ist überdies eine Synagoge erhalten.
Marion Meerpohl