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Rauchen und Saufen statt Sonne und Strand? Das soll jetzt vorbei sein.
Prohibido fumar!
Menschen auf der Straße, umnebelt von Wolken aus Zigarettenqualm – ein Szenario, das in Spanien wohl bald häufiger anzutreffen sein wird.
Seit dem 01.01.2006 gelten in ganz Spanien die neuen Rauchergesetze.
In einem Land, in dem Tabakprodukte noch billig sind und gut ein Fünftel der Bevölkerung dem Nikotin mehr oder minder verfallen ist existiert nun das härteste Anti-Raucher-Gesetz Europas.
Seit dem 1. Januar 2006 ist das Land gespalten in die Fraktion der Raucher und der Nichtraucher.
So ist nun das Rauchen in Bürogebäuden und bedingt in Gaststätten, aber auch in kulturellen Einrichtungen, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. In fast allen Restaurants hängen Schilder, derzeit noch einfach auf Papier gedruckt, die das auf Nichtraucherbereiche hinweisen oder das Rauchen sogar ganz verbieten.
Teuer wird es auch, wenn man beim Rauchen am Arbeitsplatz erwischt wird.
Die Süchtigen selbst, die erwischt werden, müssen mit einem Bußgeld von 30 bis 600 Euro rechnen, ihre Arbeitgeber werden noch kräftiger zur Kasse gebeten. Ihnen drohen zwischen 601 und 10.000 Euro Strafe.
In der Gastronomie herrscht immer noch große Unsicherheit. Hieß es noch vor kurzem, dass die Anzahl der Plätze entscheidend dafür sei, ob das Rauchen erlaubt sei oder nicht, so dreht sich inzwischen alles um die Anzahl der Quadratmeter: Lokale über 100 Quadratmeter sind in Zukunft grundsätzlich rauchfrei, können aber Raucherzonen ausweisen.
Sicher ist jedoch, dass der Raucherbereich nicht mehr als 30 Prozent der gesamten Räumlichkeiten einnehmen darf, in Discos sogar nicht mehr als zehn Prozent.
Wir sind gespannt auf die Reaktionen, vor allem in den Sommermonaten, wenn die Touristen kommen...
09.01.2006
Susanne Hesse
IMP-Agentur